Das 1x1 der Publikation
Literaturagenten
Es gibt wie überall im Geschäftsleben schwarze Schafe, denen nur daran gelegen ist, dem ahnungslosen Kunden das Fell über die Ohren zu ziehen.
Jungautoren sind im Literaturvermarktungsgeschäft unerfahren und gutgläubig. Das ruft Abzocker jeder Art auf den Plan. Es ist auch nicht jederzeit gewährleistet, dass eine Agentur mit dem Verlag automatisch den günstigsten Vertrag für den Autor aushandelt. Mancher Autor muss daher nicht selten sogar noch einen Rechtsanwalt bemühen, um seine Minimal-Interessen zu wahren. Ja, es ist nicht einmal immer die Gewähr vorhanden, dass der Agent sich überhaupt ernsthaft um einen Verlag für den Autor bemüht.
Drum prüfe, wer sich ewig bindet!
Unter Umständen ist es besser, man nimmt von Anfang an einen Rechtsanwalt, der erst einmal den Wahrnehmungsvertrag mit dem Agenten prüft und dann auch den Vertrag mit dem Verlag. Der Rechtsanwalt sollte sich in dem Fachgebiet Urheberrecht auskennen (leider, leider selten!). Wie findet man eigentlich geeignete Anwälte in der Umgebung seines Wohnortes? Man kann es im Internet versuchen: http://www.mein-anwalt.de
Pseudo-Verleger Nicht nur Literaturagenten können (müssen aber nicht) unseriös sein - auch Verlage können es!
W. R. Frieling warnt daher alle jungen Autoren ausdrücklich vor den in der Branche wildernden Haien, vor den "Ein-Mann-Betrieben" und den sog. "Bettkantenverlegern".
Er empfiehlt, jeden Anbieter genau unter die Lupe zu nehmen: "Oft reicht schon ein Blick ins Handelsregister, um sich sachkundig zu machen. Eine Bankauskunft ist ein weiteres taugliches Mittel, um sich Klarheit über die Seriosität eines Unternehmens zu verschaffen."
Offensichtliche Lockangebote zu auffällig günstigen Bedingungen sind immer sehr verdächtig. Zuschussverlage sind Pseudoverlage!!! Denn sie "verlegen" nicht im eigentlichen Sinne.
Verlegen heißt nicht nur, die Herstellung von Druckwerken zu betreiben, sie zu verbreiten und bekannt zu machen, sondern auch, die anfallenden Kosten vorerst auszulegen. Bereits im Deutschen Wörterbuch der Gebrüder Grimm kann man nachlesen: "Ein Verleger ist jemand, der auf seine Kosten die Herstellung einer Sache übernimmt".
Wer daher auf Kosten seines Autors "verlegt" und sich trotzdem fälschlicherweise "Verlag" nennt, muss sich nicht beklagen, wenn er mit Rosstäuschern und Trickdieben in einen Topf geworfen wird
Selbstverlag
In den Zeiten von Ich-AG und Kleinunternehmertum mag auch der Autor an eine Unternehmensgründung denken:
Ein Selbstverlag (Eigenverlag) wird gegründet, der das eigene Manuskript herausbringt.
Vom Zeitpunkt der Veröffentlichung, über Gestaltung des Buches bis hin zu Werbemaßnahmen liegt nun alles unter Kontrolle des Schriftsteller-Verlegers.
Die Reihe von Arbeitsschritten, die zwischen Manuskript und fertigem Buch im Regal des Handels liegen, ist allerdings lang:
- Kalkulation
- Lektorat
- grafische Gestaltung von Buch und Cover
- Erstellen von druckfertigen Vorlagen
- Auswahl der besten (preiswertesten) Angebote der Druckereien und Buchbindereien
- Druckabnahme
- Vertrieb des Buches
- Marketing und Werbung und
- auch die kaufmännische Abwicklung muss bewältigt werden.
Books on Demand
Wählt der Autor den Weg über Books on Demand, so hat er ebenso wie der Selbstverleger, die Tätigkeiten bis zu den Druckvorlagen selbst zu verantworten.
Der Dienstanbieter übernimmt den Druck einiger Exemplare zur Ansicht und das Weiterdrucken nach Bestelleingang.
Der Autor spart sich die Suche nach Druckereien und Buchbindereien und die Überwachung des Produktionsprozesses und muß erheblich weniger Kapital aufbringen als der Selbstverleger.
Das so publizierte Buch wird in eine Liste bestellbarer Bücher aufgenommen, Vertriebs- und Marketingmaßnahmen aber obliegen wie im Eigenverlag meist dem Autor. Und somit auch die Verantwortung für den Verkaufserfolg!
Beschreiben Sie knapp unter kontakt@texter-autorin.de Ihr Anliegen. Ich bin sicher, wir finden das für Sie passende Publikationsmittel.